Fotos: BorlikFabian Schiller
Wer gibt schon gerne zu, dass er an Monster oder Vampire glaubt? Nur woher stammen dann all die unheimlichen Geräusche in der Nacht? fragte ich mich oft. Ich nahm mir vor, dieses Geheimnis zu lüften. Da war ich neun. Damals ging ich zum ersten Mal auf Vampirjagd. Ich habe in der Dunkelheit vieles gesehen. Vielleicht war es aber auch nur meine Fantasie, die mir das vorgegaukelt hat. Später auf dem Gymnasium in Brühl bei Köln, wo ich geboren bin, haben die Lehrer nie mit uns über Vampire gesprochen. Nach dem Abitur machte ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Aber das langweilte mich bald. Ich hatte viel Fantasie und begann deshalb wieder über Vampire nachzudenken. Was ich über sie herausfinden konnte, habe ich in meinem Buch „Die Nacht der Vampire“ aufgeschrieben. Einem leibhaftigen Vampir bin ich jedoch noch nicht begegnet. Soweit ich weiß! Dafür habe ich Haustiere, die fast genauso bissig sind: Schlangen. Zum Glück saugen sie einem aber nicht das Blut aus und lassen sich sogar gerne streicheln.
Du kannst Michael Borlik, der unter dem Pseudonym Fabian Schiller Kinderbücher schreibt, auf seiner Homepage besuchen: www.michaelborlik.de

Fotos: FermerDavid Fermer
Ich war fünf Jahre alt, als die erste Rallye von Paris nach Dakar stattfand. Daran kann ich mich leider kaum noch erinnern. Mittlerweile ist die Rallye Dakar über dreißig Jahre alt und ich auch. Seit damals habe ich selbst gelernt, Auto zu fahren. Allerdings erst auf der „falschen Seite“. In England, wo ich herkomme, gibt es nur Linksverkehr. Doch das verrückte Wüstenrennen bleibt etwas, das ich lieber vom bequemen Sofa aus anschaue, als vor Ort in der heißen Sahara. Stattdessen vergnüge ich mich lieber auf Kartbahnstrecken in und um Köln herum. Mit einem englischen Freund (nicht Lewis Hamilton, wohl bemerkt!) teste ich die örtlichen Rennstrecken und kämpfe mit meinem ehrgeizigen Kumpel um eine unsichtbare Trophäe. Wenn ich nicht Gokart fahre, ‚cruise’ ich gerne auf meiner gemütlichen Vespa (maximal Geschwindigkeit 48 km/h) in der Stadt herum. All das bietet mir eine schöne Abwechslung zum Schreiben, womit ich mein tägliches Brot verdiene. Ob ich eines Tages doch an der Rallye Dakar teilnehme, bezweifle ich sehr. Eine Autofahrt von Deutschland in meine frühere Heimat England reicht mir. Alle weiteren Strecken, die mit Höchstgeschwindigkeit gefahren werden müssen, überlasse ich lieber den Profis. Meine Frau kommt übrigens aus der Heimatstadt von Michael Schumacher.
Du kannst David Fermer auf seiner Homepage besuchen: www.nonstop-reihe.de

Fotos: Lahusen

Caroline Lahusen
Als ich acht Jahre alt war, habe ich mit meiner besten Freundin Michaela und zwei Jungs aus meiner Schulklasse den Geheimbund „CaMiKaWo“ gegründet. Der Name unseres Geheimbundes setzte sich aus den Anfangsbuchstaben unserer Namen zusammen: Caroline, Michaela, Kai, Wolfram. Wir hatten die „Fünf Freunde“-Bücher von Enid Blyton gelesen und wollten auch so tolle Abenteuer erleben. In unserem Stadtviertel in Bremen durften wir schon alleine umherziehen. Oft sind wir heimlich in fremde Gärten geklettert. Dann stellten wir uns vor, dass wir einem Einbrecher auf der Spur sind und belauschten fremde Leute. Die wirklichen Abenteuer spielten sich damals jedoch in meinem Kopf ab. Dazu habe ich mich nachmittags am liebsten aufs Bett geworfen, ein dickes Kissen in den Rücken gestopft und mir ein spannendes Buch geschnappt. Ich war wirklich eine große Leseratte. Bestimmt macht es mir deshalb heute so viel Spaß, mir Geschichten auszudenken. Viel später erst, als ich schon erwachsen war, bin ich wie Bob und Lucy um die halbe Welt gereist. Ich habe in Baumhäusern im malaysischen Dschungel geschlafen und bin durch tropische Sümpfe gestapft (mit Blutegeln am Leib). Ich habe mich vor Riesenspinnen in unterirdischen Höhlen gegruselt und bin vor wilden Pavianen geflüchtet. Aber am Ende bin ich immer furchtbar stolz gewesen, dass ich so mutig war.

Fotos: Reifenberg

Frank M. Reifenberg
Als Kind lebte ich in einem kleinen Dorf. Immerhin gab es in der Nähe eine Raubritter-Burg und ein geheimnisvolles Schloss und angeblich einen unterirdischen Geheimgang zwischen diesen beiden Orten. Aber den habe ich nie gefunden. Meine Eltern waren nicht sehr reich und es gab die meiste Zeit für mich nur zwei Möglichkeiten, um spannende Sachen zu erleben: Bücher lesen und danach die Geschichten mit meinen besten Freunden nachspielen. Mein Lieblingsbuch war "Der letzte Mohikaner", eine Indianer-Geschichte. Nach der Schulzeit wurde ich Buchhändler (noch mehr Geschichten!) und dann habe ich angefangen, mir selbst Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Aus meinem Dorf bin ich nun auch öfter rausgekommen, einmal sogar bis nach Kanada, wo es fast so kalt war wie am nördlichen Polarkreis. Dort bin ich mit dem Hundeschlitten gefahren, habe Elche gesehen und einmal sogar die Spuren von einem echten wilden Braunbären im Schnee gefunden.
Du kannst Frank Reifenberg auf seiner Homepage besuchen: www.frank-reifenberg.de

Fotos: SchröderJens Schröder
Als ich in der dritten Klasse war, haben wir Jungs unter der Bank im Sommer immer Zettel weitergegeben, um uns zu verabreden: „Gehen wir heute ins Elisental?“ Das war ein bewaldetes Tal voller alter, längst verlassener Fabrikgebäude mit halb verfallenen Treppen und Tunnelgängen. Mitten hindurch fließt ein Bach, den man auf morschen Brücken überqueren oder zu einem kleinen See aufstauen konnte. Das alles lag kaum 500 Meter von meinem Zuhause entfernt, aber wenn wir dort unsere Abenteuer erlebten, dann fühlte es sich an, als befänden wir uns auf einem anderen, ganz eigenen Kontinent. Die größte Gefahr waren die „Wilberhofener“, eine Bande aus dem Nachbardorf, die nur zu gerne unsere kleine selbstgebaute Hütte zerstört hätten. Um gut gegen mögliche Angriffe gewappnet zu sein, heckten wir unterschiedlichste Verteidigungspläne aus. Der Angriff kam aber dann nie, wahrscheinlich haben sie unseren geheimen Abenteuerspielplatz einfach nicht gefunden.
Als Erwachsener darf ich leider keine Bandenkriege mehr führen. Heute muss ich mir andere Abenteuer suchen. Da trifft es sich gut, dass ich als Reporter für GEO oder das Kindermagazin GEOlino öfters spannende Reisen unternehmen kann. Ich erlebe zwar keine echten Grusel- oder Krimigeschichten. Aber diese Art von Nervenkitzel kann ich ja mit meiner Frau Caroline in unseren Kinderbüchern einfach dazu erfinden.

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