Deine Pferdegeschichte

Seabiscuit– Die Geschichte eines Rennpferdes

Pferde auf der Weide

Wie alles anfing!
Hallo, ich bin Seabiscuit! Das erfolgreiche Rennpferd! Ich erzähl dir mal meine Geschichte. Also, alles fing mit dem Job SCHULPFERD an! Früher wusste man nicht welche Rasse ich war und deshalb bin ich zum Reiterhof Buchenhain gekommen. Ich war noch 5 Jahre alt und deshalb eigentlich zu Jung als Schulpferd doch das änderte sich schnell. Denn ich liebte es immer neue Sachen zu lernen, deshalb so jung Schulpferd sein. Meine allererste Reiterin war Anna Petkovic! Sie war ein sehr nettes Mädchen und eine sehr gute Reiterin! Das war für uns beide Liebe auf dem ersten Blick. Eigentlich waren alle Reiterinnen nett zu mir gewesen außer eine: Annelise Schmitt! Ich kann mich noch an ihrer ersten Reitstunde erinnern! Sie hatte mich zugeteilt bekommen und schon beim putzen habe ich gemerkt dass das mit uns beiden nichts wird. Sie kam direkt aus England und konnte nur einwenig deutsch sprechen. Als sie mir den Sattel auf dem Rücken setzte zog sie schnell den Sattelgurt zu, so dass ich mich nicht aufplustern konnte. Und das tat dann auch noch weh! Das zweite war das Auftrensen! Oh Gott, oh Gott! Wenn ich daran denke kann ich es noch spüren. Anstatt mir das Gebiss langsam ins Maul zu schieben drückte sie mir das Gebiss so fest ins Maul, so das ich es noch heute spüren konnte! Es tat so weh und schon nach 5 Sekunden war ich aufgetrenst und bereit für die Stunde! Heute war springen an der Reihe und zwar im Trab! Natürlich wusste ich das wir traben sollen aber erst muss es mir der Reiter befehlen und das tat Annelise nicht! Anstatt "Trab" zu sagen, sagte sie "Jog" oder "Trott" das versteht nun mal kein Deutsches Pferd! Also galoppierte ich weiterhin. Natürlich blamierte ich damit Annelise dass aber geschah ihr recht! Nach der Reitstunde war Annelise bei unserem Reitlehrer und sogleich Stallbesitzer Max. Natürlich musste ich als Strafe mitkommen. Max und Annelise redeten. Annelise hielt mich am Zügelende fest ,so dass ich mich wälzen konnte und genau das tat ich auch! Als Annelise merkte dass ich zu stark am Zügel zerrte war es schon vorbei! Genau in dem Moment lag ich schon auf dem Rücken samt Sattel! Jetzt war Max richtig wütend und vor Schreck hatte Annelise die Zügel losgelassen. Das war die Chance ihr und Max zu zeigen dass ich eigentlich ganz brav bin, und stand deshalb auf, schüttelte mich und blieb stehen! Annelise hielt sich die Hände vor dem Mund und sah den kaputten Sattel! Max war sehr wütend auf sie und sagte :"Du kaufst für ihn einen neuen Sattel! Nur weil du nicht aufpassen kannst ist der jetzt kaputt!" Schnell nahm Annelise die Zügel und führte mich aus der Halle raus. Sie striegelte mich, brachte mich in die Box und das wars! Nicht mal ein Leckerli hatte sie mir gegeben, nicht mal Tschüss hat sie gesagt, sie hat mich nicht mal gelobt! Eines weiß ich jetzt: zu Annelise bin ich nie wieder nett! Nicht mal ein einziges mal! Darauf könnt ihr Gift nehmen! Zum Glück kam Anna und gab mir ein Leckerli. Sie halftert mich auf und führte mich zur Grasweide. Da konnte ich grasen und einfach alles vergessen! Anna weiß wie man mich glücklich machen kann.
Das Rennpferd in mir!
Doch paar Jahre später kam ein Fax von Felix Grawunder. Felix war Verkäufer und er hat mich an Max verkauft. In dem Fax war ein Steckbrief von mir und der Stammbaum meiner ganzen Familie. Doch plötzlich kam eines Tages ein Jockey in den Stall und stand genau vor meiner Box und musterte mich an. Ich hörte sogleich auch Max Stimme und wusste dass das nichts gutes Bedeuten würde. Die Boxentür ging auf, Max halfterte mich auf und führte mich hinaus zum Putzplatz wo er mich an band und mich allein lies mit dem Typi neben mir! Er fing an mich zu striegeln und zu putzen und dann ging er auf sein Auto zu und holte etwas raus das so aussah wie ein Sattel und eine Trense ohne Nasenriemen(was ich sehr komisch fand!).Als er mir diesen Rennsattel auf dem Rücken setzte, bemerkte ich dieses Gewicht kaum. Schnell zog er den Gurt zusammen, sodass ich nur einen leichten Druck spüren konnte. "Und jetzt kommt deine Ringtrense" erklärte mir der Jockey. Ich schaute ihn nur verdutzt an und er fing an mich aufzutrense. Das Trense ging eigentlich sehr schnell und er begann mich zu der Galoppbahn zu führen. Dort angekommen stand Max schon da mit einer Stoppuhr in der Hand! Der Jockey stieg auf meinem Rücken und ritt mich ab. Kurze Zeit später trieb er mich in den Renngalopp an! Endlich konnte ich richtig rasen wie auf der Weide! Der Jockey trieb und trieb mich immer weiter an so dass ich fast fliegen konnte! Wir rasten an Max vorbei, doch der interessierte mich nicht! Langsam machte es mir Spaß, doch dann war alles auch schon vorbei! Der Jockey forderte mich auf in den Arbeitsgalopp, dann in den Trab und anschließend in den Schritt zu gehen! Ich schnaubte ein paar Mal um zu sagen das dass mir gefallen hat und ich weiter machen möchte. Wir blieben vor Max stehen und er berichtet voller erstaunen :"Mann, er rennt wie als ob er schon immer so gerannt wäre! Er hat die Gabe eines Rennpferdes! Ich glaube es ist an der Zeit ihn im Rennsport einzusetzen! "Was? Ich wusste überhaupt nicht was Max wollte, doch heute weiß ich es! Ich sollte für mein Leben lang Rennen laufen, bis ich zu alt dafür werde! Schon am nächsten Tag kam Anna in meine Box. Ihre Augen waren rot geweint. Sie halfterte mich auf, band mich fest, putzte mich und sprach immer wieder leise mit mir! Kurze Zeit später legte sie mir die Transportdecke und Transportgamaschen an! Leider wusste ich nicht was das soll, doch plötzlich brach sie in Tränen aus und umarmte mich fest! Sie hörte auf zu weinen, band mich los und führte mich nach draußen vor dem Hänger! Max fragte sie: "Anna, willst du ihn wenigstens in den Hänger führen?" Anna nickte stumm und tat das auch! Im Hänger band sie mich an, gab mir ein Leckerli und brach wieder in Tränen aus! Sie umarmte mich noch schnell und flüsterte: "Ich werde dich nie vergessen! Du bist und bleibst mein Allerlieblingspferd! Ich werde dich oft, besuchen so gut es geht! Auf wiedersehen, Seabiscuit! Gute Fahrt! "Anna stieg aus dem Hänger, die Rampe wurde zu gemacht und nach paar Sekunden fuhr der Transporter! Jetzt begriff ich erst was Anna mit 'Auf Wiedersehen' meinte! Ich komm in einen Rennstall, weit weg von Buchenhain. Weit weg von Anna! Ich wieherte schrill, denn ich wollte nicht weg! Dass gefiel mir nicht! Ich zog am Strick doch alles half nichts, ich fuhr weiter, weg für immer von Buchenhain!
Die Fahrt verlief wie im Flug! Als ich dort ankam roch ich andere Pferde. Der Transporter hielt still und ich hörte draußen stimmen. Sekunden später ging die Rampe runter und eine Pflegerin kam auf mich zu. Sie streichelte mich, band mich los und führte mich die Rampe runter! Ein kräftiger Mann, von dem ich Anfangs nicht wusste wer das war, kam auf mich zu und klopfte mich stark am Hals. Er staunte: ,,Nicht schlecht ,wen Max mir angeboten hat! Ich hoffe der läuft auch so gut wie er es behauptete! Bring ihn erst in seine Box und dann sehen wir weiter! "Die Pflegerin führte mich in den Stall und brach mich anschließend in eine Box! Ich ging brav mit doch ich war etwas nervös! Die Pferde hier kannte ich gar nicht und mein Nachbar schlief zurzeit! Ich stand in der Box an der Wand und somit hatte ich nur einen Nachbar .,,Nanu, wen haben wir denn da? Einen Champion oder einen Anfänger? Haha" Das kam aus der Box gegenüber von mir! Höflich stellte ich mich vor und als Antwort bekam ich: ,,Ah, Seabiscuit. Schöner Name! Ich heiße Hold Fast bin ungefähr 7 Jahre und wie du, ein Englisches Vollblut! Hier gibt es nur Englische Vollblüter und meine Nachbarin heißt Dakota Lady! Wir nennen sie aber nur Lady wie die Pfleger im Stall! Dein Nachbar hatte gestern ein wichtiges Rennen gehabt, deshalb schläft er auch. Er heißt Rolling Thunder aber wir alle hier nennen ihn nur Thunder! Ach ja, Willkommen in der Maskee Farm!"Maskee Farm, so heißt der Stall hier! Der Name gefiel mir, und so redete ich weiter mit Hold Fast! Am nächsten Tag wurde ich aus der Box raus geführt, angebunden und geputzt. Danach wurde ich gesattelt und wieder zu einer Galoppbahn geführt und durfte wieder rennen, aber diesmal länger. Ich war wie der Blitz und das Rennen wiederholte sich Tag für Tag. Länger und länger durfte ich galoppieren bis ich eines Morgen in den Transporter geführt wurde. Als wir ca. eine halbe Stunde gefahren sind ,wurde ich raus geführt, in eine Box gebracht, geputzt, meine Mähne wurde eingeflochten, gesattelt und raus geführt zu einer ganz großen Galoppbahn wo auch noch andere Rennpferde standen. Ich staunte so viele Menschen schauten zu und ich glaubte das es ein Turnier ist und das stimmte auch. Ich wurde abgeritten und dann zur Startbox geführt. Die Startbox kannte ich vom Training auf der Maskee Farm. Es kam eine Lautsprecher ansage: ,,Meine Damen und Herren, liebe Kinder. Herzlich Willkommen an unserem Anfänger Pferderennen! An den Start gehen: Nr.1 Sabayik von dem Gestüt Reinland. Nr.2 Maberna von der Helenen Burg. Nr.3 D'Orsay von dem Reiterhof Grünheide. Nr.4 Seabiscuit von der Maskee Farm. Nr.5 L'Ontano von der Hollow Farm und die Nr.6 ist Zabarella von dem Gestüt Horseland.''Als ich meinen Namen hörte hob ich den Kopf hoch denn ich wollte meinen Namen Ehren. Plötzlich schoss eine Pistole, die Startbox ging auf und ich rannte los, doch mein Reiter bremste mich ab und mir gefiel das nicht. Ich zog an den Zügeln, schnaubte aber das brachte nichts. Ich wollte gerade buckeln als der Reiter mich antrieb und die Zügeln etwas lockerte und dann sah ich das Ziel! Ein Pferd, ich glaub es war L'Ontano, lief vor mir und so merkte ich das der Reiter meine Energie gespart hatte und ich jetzt volle Kanne galoppieren konnte. Schnell überholte ich L'Ontano und ging als erstes durchs Ziel. Mein Reiter lobte mich und parierte mich durch. Mein erstes Rennen und das Gewann ich auch noch. Das war ein toller Tag für mich. Anstelle einer Rosette bekam ich einen Rosenkranz über dem Hals und ich wurde fotografiert. Später wurde ich in die Box gebracht, ab gesattelt, geputzt, gelobt und ich bekam mein Futter.
Am nächsten Tag war wieder ein Rennen und da wurde ich zweiter. Danach ging es nach Hause. Ich wurde weiterhin Trainiert und ritt auch weiterhin an Rennen. Nach zwei Jahren wurde ich an einen anderen Besitzer verkauft und musste nun wieder den Stall wechseln. Es hat mir auf der Maskee Farm sehr gut gefallen, vor allem Sonntags. Da durften wir die ganze Zeit auf der Weide grasen und herum toben. Im anderen Stall wurde nur Trainiert und langsam vergaß ich mein Schulpferd benehmen und lernte nur noch zu rennen. Ich gewann viel Turniere und wurde wieder und wieder weiterverkauft. Eines Tages kam ich auf dem Gestüt Unicorn. Dort traf ich die wunderschöne Yolanda. Sie war die schönste Schimmelstute die ich je gesehen habe. Einmal musste ich gegen sie laufen, doch ich gewann das Rennen. Sie sagte zu mir :,,Du bist echt schnell Seabiscuit! Du kannst es weit bringen!'' Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von mir, denn ich wurde wieder verkauft, an einen Herrn der nur Gewinnen wollte! Ich wurde nur noch trainiert, die Weide sah ich nicht mehr. Ich wurde langsam verrückt und wollte nur noch rennen, und so geschah es, dass ich eines Tages beim Training durchging. Ich rannte so lang und schnell wie ich wollte. Als mein Jockey mich durch parieren wollte buckelte ich, zog an den Zügeln und rannte einfach weiter. Mein Jockey zog noch mal an den Zügeln doch das brachte nichts. Plötzlich stand mein Besitzer vor mir und ich machte einen Sliding Stopp. Ich war schweißnass. Schnell wurde ich trockengerieben und in die Box gebracht. Denn am nächsten Tag war das Derby.

Seabiscuit, du guter, alter Freund.
Es waren viele Pferde da. Ich glaubte noch nie sooooo viele Pferde gesehen zu haben. Der Jockey kam zu mir in den Transporter und machte mich fürs Rennen fertig. Auf dem Abreitplatz sah ich Yolanda. Sie sah wunderschön aus. Ich trabte auf sie zu und wieherte. Mein Jockey versuchte mich davon abzuhalten zu ihr zu traben, aber ich war nun mal stärker als er. Yolanda stupste mich mit ihren weichen Nüstern an und meinte, dass ich viel eleganter geworden bin. Das freute mich sehr doch nun musste Yolanda auf die Rennbahn. Ich wünschte ihr viel Glück. Mein Jockey wollte unbedingt das Rennen anschauen und so ritt er mich zur Rennbahn. Als wir dort ankamen gingen die Startboxen auf und zehn Pferde rannten um ihr Leben, darunter auch meine wunderschöne Yolanda. Sie war die schnellste. Doch plötzlich stolperte Yolanda und ihr Jockey riss an ihren Zügeln, um sie wieder zum laufen zu bringen. Doch es half nicht. Von hinten rasten die Pferde auf sie zu und Yolanda machte einen Purzelbaum. Der Jockey wurde vom Sattel geschleudert und Yolanda lag unter den Pferdehufen. Die anderen Pferde rannten auf das Ziel zu und Yolanda lag reglos auf dem Boden. Ein paar Sekunden später fing sie an nach mir zu wiehern und ich wollte zu ihr rasen doch mein Jockey lies das nicht zu. Also wieherte ich ihr zurück, dass ich da bin und schon lief eine Tierärztin und ein paar Helfer zu ihr rüber. Der Jockey ritt mit mir zu meinem Besitzer und ich hörte wie mein Besitzer mit Yolanda' s Besitzer sprach: "Die Tierärztin meinte, Yolanda hat einen Wirbelsäulenbruch. Da kann man sie nur noch einschläfern! Sie war so ein gutes Rennpferd! Ich fass es nicht!". Mein Jockey stieg ab und ich rannte so schnell ich konnte zu Yolanda. Als sie mich sah sprach sie in einem Flüsterton: "Leib wohl, Seabiscuit! Bitte, vergiss mich nicht! Ich werde immer bei dir sein!" Nein, ich kann es nicht glauben und ich will es auch nicht! Yolanda lag auf dem Boden und wartete eingeschläfert zu werden. Traurig sahen wir beide uns an ,doch schon kam mein Jockey angerannt und nahm meine Zügeln fest in seine Hand, bereit mich weg zu führen. Doch ich wehrte mich. Ich stieg, schlug aus, wieherte, drehte mich um und sah wie die Tierärztin Yolanda eine Spritze gab. Nun schlief Yolanda tief und fest. Ich wieherte so laut ich konnte, ich stieg, buckelte, schlug aus, zog an den Zügeln und schnappte. Mein Besitzer kam und fragte warum ich denn so aggressiv bin ,doch mein Jockey antwortet: "Ich hab keine Ahnung. Sollen wir es heute mit der Kandarrenringtrense probieren?" und mein Besitzer stimmte zu. Ich wurde zu meinem Transporter geführt und ein paar Sekunden später hatte ich die Kandarrenringtrense an. Man führte mich zu einer Startbox, denn schließlich begann mein Rennen. Plötzlich wurde ich angesprochen: "Psst, Seabiscuit, erkennst du mich noch?" Ich sah das Pferd, das rechts neben mir stand an und dachte scharf nach. Natürlich, wie konnte ich vergessen wer er war. Ich antwortete "Wie kann ich dich vergessen, Hold Fast?". Hold Fast schnaubte und sagte: "Hör zu, Seabisciut, ich hab dich beobachtet als der Unfall von Yolanda passiert ist. Gib jetzt dein bestes und zeig allen, das du das schnellste Pferd hier bist, okay? Tu es für Yolanda und mich! "Ich starrte ihn an ,doch in dem Moment wo ich antworten wollte ging auch schon die Startbox auf und ich rannte los. Vorbei an Hold fast und den anderen Pferden. Nun war ich an erster Stelle und das gefiel meinem Jockey gar nicht. Er zog an den Zügeln und es schmerzte doch ich rannte weiter. Solang ich rannte vergaß ich all den Schmerz und ich wurde nur noch schneller. Vor mir tauchte ein Bild von Yolanda und danach kamen alle Szenen vom Kennenlernen bis zu Yolandas Tod. Ich rannte und rannte. Vor mir stand der Zaun. Der Zaun, der zwischen der Weide und Rennbahn stand. Ich raste darauf zu und ich sprang über den Zaun. Mein Jockey zog an den Zügeln und schlug mich und schließlich blieb ich stehen. Plötzlich hörte ich Yolandas Stimme: "Seabiscuit, was hast du getan? Du solltest das Rennen gewinnen und nicht abhauen." Frustriert lief ich wieder zur Rennbahn und sah meinen Besitzer. Er schrie meine Jockey an: "Was bist du denn für ein Jockey? Du lässt einfach diesen blöden Gaul über den Zaun springen! Runter von ihm! Aber sofort! "Mein Jockey stieg ab und gab meinem Besitzer die Zügeln und mein Besitzer führte mich zum Parkplatz. Dort sah ich einen Schlachttransporter sehen. Mein Besitzer sattelte mich ab und führte mich in den Hänger doch ich wehrte mich. Plötzlich hörte ich eine bekannte Stimme: "Wollen sie wirklich diese schnelle Pferd schlachten lassen? "Mein Besitzer drehte sich um und antwortete: "Was soll ich mit einem Gaul machen das aggressiv und dickköpfig ist machen? ","Sie können ihn an mich verkaufen und falls sie mich nicht kennen ich bin Anna Petkovic, die Pferdeflüsterin." Deshalb kam mir die Stimme so bekannt vor. Das war Anna, meine Anna! Ich wieherte freudig und trabte auf sie zu. Anna war zu einer schönen Frau gewachsen. Sie nahm meine Zügeln und sah meinen Besitzer fragend an. Er sagte nur: "Für 200€ kriegen sie ihn, denn der Schlachter zahlt 150€ für ihn." Anna kramte eine Scheckkarte aus ihrer Tasche heraus, schrieb 200€ darauf mit ihrer Unterschrift und gab sie meinem alten Besitzer. Sie führte mich zu ihrem Transporter und ich ging brav hinein.
Ich lebte den Rest meines Lebens bei Anna und ich war bei jedem ihrer Feste dabei. Bei ihrer Hochzeit durfte ich die Hochzeitskutsche ziehen. Anna hat jeden Tag mit mir gearbeitet. Entweder ist sie mit mir ausgeritten oder wir sind in der Reithalle gesprungen. Sie war jeden Tag bei mir, schließlich lebte ich auf ihrem Hof.
Jahre vergingen und ich wurde alt. Dennoch vernachlässigte Anna mich nie. Eines Tages war es soweit, ich lag seitlich, schwer atmend in meiner Box. Den ganzen Tag blieb Anna in meiner Box und weinte. Ich stupste sie immer wieder zärtlich an um ihr zu sagen: "Du wusstest es doch, das ich bald nicht mehr hier bin!" Anna fing an zu reden. Sie erzählte mir alles, was ich auf Birkenhain verpasst hatte: Anneliese hat sich sehr gefreut dass ich weg war; Max hat ein neues Pferd gekauft und sie sagte dass sie auf jedem Turnier dabei war, wo ich gestartet war. Abends kam auch ihr Mann, Stefan, in meiner Box. Er hat mich auch sehr gemocht und er ist auch oft auf mir geritten. Ein paar Minuten später kamen auch noch die Töchter, Carina und Melanie, in meine Box. Carina ist zwölf Jahre alt und Melanie ist erst 8 Jahre alt. Carina ist schon oft mit mir auf Turniere gegangen aber Melanie ritt nur ab und zu mal auf mir. Ich war so zusagen das Familienpferd. Als es kurz vor Mitternacht war, sagte Anna zu mir "Seabiscuit, heute ist der 23.Mai und am 24.Mai bist du geboren und zwar um Punkt Mitternacht. Kannst du es bis dahin noch aushalten?" Ich schnaubte. Das war ein Ja. Carina ging in die Futterkammer und holte eine Möhre. Als sie in meiner Box kam war es Mitternacht. Mein 24.Geburtstag! Alle sagen ein Geburtstagslied und sie gaben mir die Karotte. Als Dankeschön schnaubte ich und ich stupste alle mit meiner Nase an. Zum Abschied wieherte ich.
Nun steh ich jetzt auf einer riesengroße Weide zusammen mit meiner geliebten Yolanda
von Ines

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