Sommer im Sattel

Endlich ... Tage, Wochen, Monate hatte ich auf diesen Tag gewartet und heute war es so weit. Ich fuhr auf den Reiterhof. Nach drei Stunden Fahrt war ich endlich da. Nach kurzer Ermahnung von Mam und Papa, mich ja ordentlich zu benehmen, konnte es losgehen. Als meine Eltern winkend davonfuhren, rollte ein weißer, nagelneuer BMW an. Ein schick gekleideter Mann lief nach hinten und hielt einem ebenfalls extravagant gekleideten Mädchen die Tür auf. Das Mädchen war ungefähr so alt wie ich. "Hey, bleibst du auch eine Woche hier?" fragte ich freundlich. Sie schob die XXL-Sonnenbrille ins Haar und antwortete: "Allerdings, du etwa auch," fügte sie mit einem entsetztem Blick hinzu. "Ja, ich auch," antwortete ich und zog meinen Koffer auf den Hof. Dort wurde ich schon von einer Frau in Reithosen erwartet, die sich freundlich als Tina und die Hofbesitzerin vorstellte. Als dann ca. zehn Minuten später alle eingetroffen waren, wurden die Zimmer verteilt. Ich kam mit einer Sarah, einer Kathi, einer Lena und einer Kathi in ein Zimmer. Das Mädchen von vorhin, das übrigens Cecilia hieß, kam auf ein Vierer-Zimmer, was ihr und ihren Eltern, die als die einzigen Eltern, die noch da waren, gar nicht gefiel. "Kann meine Tochter nicht ein Einzelzimmer bewohnen?" keifte Cecilias Mutter sofort los. Cecilia nickte bekräftigend mit einem spöttisch musternden Blick auf ihre Zimmergenossinen. "Papperlerpapp, allein ist es doch langweilig!", antwortete Tina und damit war das Thema beendet.
Ich wohnte in einem super schönen Zimmer mit Blick auf die Koppel. Als wir unsere Betten bezogen hatten und herausgefunden haben, dass wir alle super nett sind, hieß es ab auf die Koppel, wo uns Tina hinführte. Dort sollten wir erzählen, was wir für Reitkenntnisse haben. "Ich habe schon viele Turniere gewonnen und habe zu Hause ein eigenes Pferd. Silberpfeil ein erstklassiger Schimmel", teilte Cecilia sofort allen mit. Ich gehe einmal die Woche zum Reitunterricht und desshalb machte ich am Morgen direckt einen Ausritt mit Dreamer, einem Fuchs-Hengst, der super süß war und als ich am Morgen durch den Wald galoppierte, wurden mir klar, dass ich die beste Woche meines Lebens haben würde.
von Ann-Kathrin
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