Darum geht’s:

Vor den wummernden Boxen im Depot, dem angesagten Club, kann Fabian es vergessen: das Tourette-Syndrom, das ihn zu unkontrollierbaren Zuckungen zwingt, seinen Vater, den er hasst, seine Träume von einem normalen Leben. Hinein ins Depot kommt er nur, wenn er den Türsteher überwindet, wenn er etwas findet, das sein Gehirn lang genug austrickst, zum Beispiel einen Satz, einen guten Satz. Den liefert ihm Mirco, der ebenfalls in der Schlange vor dem Club steht: Scheiß was drauf. Ein Satz, mit dem Fabian die Fehlschaltungen in seinem Kopf lahm legt.
Doch das ist nicht das Einzige, was Fabian von Mirco bekommt: Es gibt noch eine Tracht Prügel, denn Mirco hat Fabians Zuckungen in den falschen Hals bekommen und als plumpe Anmache seiner Freundin Sandra verstanden.
Fabians Vater ist ein einflussreicher Mann in der Stadt. Er ist Direktor einer Bank und angehender Senator, aber seinen Sohn hält er am liebsten unter Verschluss. Als Fabian in dieser Nacht erfährt, dass es seinem Vater lieber wäre, wenn er gar nicht erst zur Welt gekommen wäre, packt Fabian seine Sachen und haut von zu Hause ab.
Mirco ist ein junger Gangster, er klaut Autos und vertickt Drogen. Seine leibliche Mutter hat sich zu Tode gesoffen. Eine Bekannte hat ihn aus Kroatien nach Deutschland gebracht, Chantal, eine Prostituierte. Mirco verdient sich sein Geld mit Autorennen, keine gewöhnlichen, sondern solchen, die in einem Abgrund enden: Wer zuletzt aus dem geklauten Auto springt, hat gewonnen. Eigentlich wohnt Mirco bei seiner Freundin Sandra – bis zu diesem Abend im Depot. Sandra hat genug von Mircos krummen Touren und setzt ihn vor die Tür.
Fabian und Mirco begegnen sich in dieser Nacht ein zweites Mal. Wieder schlägt Mirco auf Fabian ein und provoziert ihn, aber diesmal weiß der sich zu wehren. Nach einem handfesten Schlagabtausch erkennen die beiden, dass sie eigentlich das gleiche Schicksal verbindet – sie wissen nicht, wohin. Aber das mit Vollgas.

Zwei Jungs on the road. Ziel offen. Ärger vorprogrammiert.